Ein Credential-Stuffing-Angriff auf ein Börsenkonto
Auf das Börsenkonto eines Mandanten wurde mit einem Passwort zugegriffen, das aus einem unabhängigen Datenleck wiederverwendet worden war. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung war Wochen zuvor stillschweigend deaktiviert worden, und mehrere Vermögenswerte wurden in einer einzigen Sitzung abgehoben.
Die Ausgangslage
Auf das Börsenkonto eines Mandanten wurde mit einem Passwort zugegriffen, das aus einem unabhängigen Datenleck wiederverwendet worden war. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung war Wochen zuvor stillschweigend deaktiviert worden, und mehrere Vermögenswerte wurden in einer einzigen Sitzung abgehoben.
Die Herausforderung
Die internen Zugriffsprotokolle der Börse standen dem Mandanten nicht direkt zur Verfügung, sodass das vollständige Bild allein anhand der Abhebungstransaktionen rekonstruiert werden musste.
Die Untersuchung
Wir identifizierten jede Abhebung in der kompromittierten Sitzung, verfolgten jede Zieladresse und glichen die Zeitpunkte mit der öffentlichen Statusseite der Börse ab, um eine plattformseitige Sicherheitsverletzung auszuschließen.
Ergebnisse
Die Mittel wurden auf eine einzelne neue Wallet abgehoben, teilweise in einen Stablecoin umgetauscht und zu einer zweiten, kleineren Börse weiterbewegt.
Ausgang
Die Ergebnisse wurden sowohl dem Sicherheitsteam der ursprünglichen Börse als auch der Zielbörse übermittelt, mit der Bitte um eine Compliance-Sperrung. Der Vorgang bleibt offen, bis deren interne Prüfung abgeschlossen ist.
Erkenntnisse
Eine stillschweigend deaktivierte Zwei-Faktor-Authentifizierung ist eines der deutlichsten Frühwarnzeichen einer Kompromittierung. Kontobezogene Benachrichtigungen bei Änderungen sicherheitsrelevanter Einstellungen lohnen sich bei jedem Börsenkonto.
Börsenkonto
Zugriff erlangt über ein wiederverwendetes, geleaktes Passwort.
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